2011 haben die Beherbergungsbetriebe mit 2,93 Mio. Übernächtigungen ein neues Rekordergebnis erzielt, davon entfielen rund 380.000 Übernachtungen auf die 900 Anbieter von Privatzimmern und Ferienwohnungen. „Die Privatzimmervermieter stellen ein wichtiges Beherbergungssegment im Nächtigungsangebot der Tourismuswirtschaft dar. Mit dem Beitritt des Burgenland-Tourismus zum Bundesverband der Privatzimmervermieter wurde ein wichtiger Schritt gesetzt, um eine unverwechselbare Marke, die für Qualität steht, weiter aufzubauen und zu stärken“, betont Tourismuslandesrätin Mag. Michaela Resetar.
In Österreich gibt es rund 41.000 private Beherbergungsbetriebe, davon rund 900 im Burgenland. Unsere Privatzimmervermieter, die Vermieter von Ferienwohnungen und Urlaub am Bauernhof-Betriebe erzielen rund 13 Prozent der Gesamtnächtigungen im Burgenland, so Resetar, was bedeutet, dass „diese Betriebe eine überaus wichtige Angebotsgruppe darstellen.“ Die Tourismusregion Oberwart-Bad Tatzmannsdorf verzeichnete 2011 insgesamt 12.600 Übernachtungen in diesem Privatzimmer- und Ferienwohnungsangebot, was im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von über 12 Prozent bedeutet. „Der Csaterberg mit dem Weinerlebnis, dem im Vorjahr eröffneten Radweg, der die Region mit dem ökoEnergieland im Bezirk Güssing verbindet, dem Steinmuseum und den Jaspis-Steinplatz ist eine Schatztruhe für den Tourismus, die für noch mehr Gäste zu entdecken ist“, so Resetar.
Aufenthaltsdauer bei Privatzimmergästen liegt bei vier Tagen
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Privatzimmergäste liegt bei 4 Tagen, während der Burgenlandschnitt bei knapp über 3 Tage Aufenthaltsdauer ist. Die Privatzimmergäste konsumieren vor allem in der örtlichen Gastronomie, genießen die regionalen Schmankerl und schätzen die Sehenswürdigkeiten, Natur- und Kulturgüter der Region. „Diesen positiven Wertschöpfungseffekt für die Region wurde seit 2008 besonders Rechnung getragen und eine Qualitätsoffensive bei den Förderungen gestartet. Die nichtrückzahlbaren Zuschüsse für Investitionen in Einrichtung, Ausstattung von Gästezimmer und Ferienwohnungen wurde verstärkt. Seit 2008 wurden für rund 50 Projekte für die Modernisierung des Privatzimmerangebotes über 195.000 Euro an Förderungen gewährt. Für viele Vermieter ist der Ertrag aus den Gästezimmern auch ein wichtiger Zuschuss fürs Familieneinkommen, besonders für Frauen in touristisch zu erschließenden Gebieten, wie dem Csaterberg“, so Resetar.
Interessen der Privatzimmervermieter nimmt Burgenland-Tourismus wahr
Bis jetzt war das Burgenland kein Mitglied beim österreichweiten Dachverband der Privatvermieter. Damit gab es für die rund 900 burgenländischen Privatzimmervermieter – davon rund 190 in der Tourismusregion Südburgenland, 64 im Mittelburgenland und rund 620 in der Region Neusiedler See - auch keine Interessensvertretung. Bei der im Oktober 2010 in Salzburg stattgefundenen Vollversammlung des „Bundesverbandes der österreichischen Privatvermieterorganisationen“ ist mit dem Beitritt des Landesverbandes Burgenland-Tourismus als Interessensvertreter der bgld. Privatzimmervermieter diese Lücke geschlossen worden.
„Wichtig ist mir, dass der Dachverband eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer und der Österreich-Werbung anstrebt, was für das Marketing und die Angebotsentwicklung im Bereich der Privatzimmervermieter besonders bedeutsam ist“, so Resetar.
Erste Aktivitäten für 2012 geplant
In einem ersten Schritt werden bundesweite Qualitätskriterien ausgearbeitet, wobei besonders die regionalspezifischen Gegebenheiten berücksichtigt werden, wie z.B. das Weinerlebnis oder das pannonische Wohnen im Burgenland. Eine Informations- und Kontaktplattform für die Betriebe wird vom Burgenland-Tourismus eingerichtet. Ebenso sind Fortbildungsmaßnahmen für die Vermieterinnen und Vermieter geplant.










